Herausragende Erfolge der konventionellen Medizin

Die konventionelle Medizin, die vor allem den Bürgern in Europa und der westlichen Welt zur Verfügung steht, hat im vergangenen Jahrhundert außerordentliche Erfolge erzielt. Zu den herausragenden Erfolgen zählen:


  • Chirurgie und Anästhesie


  • Indizierte Operationen


  • Geburtshilfe


  • Ernährung und Hygiene


Die Chirurgie entwickelte sich über Jahrhunderte vor allem in den Kriegseinsätzen der Ärzte. Die lebensrettende Amputation von Gliedmaßen, die Blutstillung oder die Entnahme beschädigter Organe im Feld waren extrem schmerzhaft, aber oft der einzig mögliche Rettungsversuch für schwer verletzte Soldaten. 

Durch die Entwicklung von Narkose und Allgemeinanästhesie ab 1846 können Patienten während einer Operation in einen schmerzfreien, bewusstlosen und entspannten Zustand versetzt werden. Die starke Muskelverspannung wird weitgehend aufgehoben, der chirurgische Schnitt lässt sich deutlich besser durchführen. Anschließend besteht eine weitgehende Amnesie – nahezu alle Patienten erinnern weder die Operation noch den Raum oder Gespräche darin.



Indizierte Operationen können heilend wirken und retten oft menschliches Leben

  • Das gilt beispielsweise für den indizierten Kaiserschnitt in einer Notlage von Mutter oder Kind während der Geburt.


  • Oder für Operationen bei schweren Verletzungen nach einem Unfall oder bei der fachkundigen Entfernung eines Tumors.


  • Bei sehr hohem Übergewicht kann die Verkleinerung des Magenvolumens eine Gewichtsreduktion bewirken, die oft anders kaum erreichbar ist.


Interessanterweise sind bis heute weder die molekularen Mechanismen der Narkose noch ihre genauen Wirkorte im Körper wissenschaftlich vollständig verstanden. Trotz dieser fortbestehenden Erkenntnislücke verzichtet kaum je ein betroffener Patient oder eine Operateurin auf den Einsatz dieser wirkungsvollen Methoden.



Geburtshilfe

Die moderne Geburtshilfe hat in Europa und der westlichen Welt große Fortschritte erzielt – nahezu alle Kinder und ihre Mütter überleben die Geburt. In Deutschland sind 3 Todesfälle pro 100.000 Geburten im Jahr dokumentiert, Untersuchungen der Charité gehen in Berlin von 9 Todesfällen der Mütter pro 100.000 Geburten aus.

  • Weltweit sterben jedoch jedes Jahr etwa 4,5 Millionen Mütter und Babys während der Schwangerschaft, bei der Geburt oder in den Wochen danach. Ärzte ohne Grenzen berichten von sehr hohen Dunkelziffern in Krisen- und Kriegsgebieten. Laut einem Bericht der Vereinten Nationen stagnieren die Zahlen seit 2015 bei etwa 2,3 Millionen toten Neugeborenen, 1,9 Millionen Totgeburten und etwa 290.000 verstorbenen Müttern pro Jahr.


  • UN-Organisationen kritisieren, dass wegen rückläufiger Investitionen in den vergangenen acht Jahren keine Fortschritte beim Kampf gegen diese vielfach vermeidbaren Todesfälle gemacht worden sind.



 Ernährung und Hygiene

Während früher die Menschen in Europa regelmäßig durch Kriege und Fehlernten hungerten und oft unter katastrophalen hygienischen Bedingungen lebten, arbeiteten und Kinder gebaren, wurden nach dem Zweiten Weltkrieg Ernährung und Hygiene zwei tragende Säulen unserer modernen Lebenserwartung in der westlichen Welt.

Studien und Literatur